So las ich neulich von einem Kollegen: alle die bloggten, oder sonst irgendwie zur 2.0er-Generation zählten, seien Prostituierte, weil sie alle, auch noch so Private öffentlich machten.
Wikipedia klärt auf:
Prostitution (von lateinisch pro-stituere aus pro und statuere - nach vorn stellen, zur Schau stellen, preisgeben) - früher Gewerbsunzucht - bezeichnet die Vornahme sexueller Handlungen gegen Entgelt.
Hm. Also mir wurde die Besetzungscouch weder jemals angeboten, noch habe ich es darauf angelegt auf selbiger zu landen…
Geld fließt dabei - so hört man - ja eher auch nicht.
Alle von mir auf einer Bühne vorgenommenen Annäherungen, Küsse oder sonstige Zärtlichkeiten fanden zwar gegen eine Gage, also ein "Entgeld" statt, aber sie waren keusch.
Nimmt man das lateinische Orginal, geht es um das zur Schau stellen.
Bloggere ergo sum?
Warum wurde ich Schauspielerin? Um im Mittelpunkt zu stehen, mich zur Schau zu stellen? Bestimmt nicht!
Mich reizt es, mich in andere Menschen zu versetzen, mir andere Gedankenwelten zu erschließen, sie für mich verständlich und damit für ein Publikum greifbar zu machen und natürlich macht es mir Spaß, Leute einfach "nur" zu unterhalten.
Und: gebe ich hier mein Privatleben preis?
Mit Sicherheit nicht!
Warum kommt also jemand darauf sich und/oder seine Kollegen als Prostitutierte zu bezeichnen? Weil wir für Geld arbeiten? Willkommen im Kapitalismus!
Wer glaubt, in einem Blog wirklich Privates zu lesen, der glaubt auch, daß in Gerichtsshows echte Fälle verhandelt werden.