ClaudiasBlog

aus dem Leben einer Schauspielerin

Schnipp-Schnapp…

Abgelegt unter: Allgemein, Privat — Claudia Reimer @ 27. Juni 2010

… Haare ab!

Mein Vater war, nach eigener Aussage, 23 als er sein erstes graues Haar entdeckte. Als ich ihn kennenlernte war er 36 und bereits stark graumeliert, soweit ich mich an ihn erinnere tue ich dies als an einen weißhaarigen Mann.

Das führte zu einigen Anekdoten:
als er 38 und meine Mutter 30 waren fuhren sie gemeinsam mit einer ebenfalls weißhaarigen, aber nur 4 Jahre älteren Freundin in den Urlaub. Bei einem abendlichen Tanz wurde meine Mutter von einem Einheimischen aufgefordert. Während des Tanzes deutete der junge Rumäne auf meinen Vater und die Freundin der Familie und fragte "Mama und Papa?"
Als meine Mutter ihn aufklärte, daß es sich um ihren Ehemann handele, hätte der schüchterne junge Mann sie vor Verlegenheit fast auf der Tanzfläche stehen lassen.

Obwohl als junger Mann eher brünett mischten sich in die weißen Haare meines Vaters schwarz anmutende Stellen, ließ er sich einen Bart stehen war auch dieser schwarz mit vereinzelten weißen Häärchen. Dies verleitet eine Kollegin zu der Aussage: "Also der Herr Reimer ist ja sehr nett, aber daß der sich die Haare weiß färbt…"

Als mein Vater 45 wurde, also im Jahr 1976, wurde er gefragt, ob er sich auch noch an die große Schweinegrippen-Epedemie im Jahre 1909 erinnere??? Häufig wurde er gerne mitleidig gefragt wie lange er denn noch bis zur Rente habe?

So ist es wohl nicht verwunderlich, daß ich mich lange dagegen sträubte den Genen meines Vaters nachzugeben. Denn mit 24 zupfte ich einen vermeintlichen Faden aus meinen Haaren. Der kurze Schmerz, der mit dem Zupfen verbunden war, belehrte mich eines Besseren: es war kein Faden, es war mein erstes graues Haar… nun hat man als Frau den unschätzbaren Vorteil, daß man sich die Haare färben kann.
Ich tat dies seit ich 15 oder 16 war: zunächst blonde Strähnchen, später eine Rot-Braun-Spülung. Es folgten alle Nuancen gefärbtes Rot von Kastanie bis Pumuckel und schließlich braun, sehr lange braun.
Zwischenzeitlich wieder einige Experimente in Rot, dann wieder Braun.
Irgendwann wurde der helle Ansatz zu einem diffusen weiß-grauen Heiligenschein und somit musste die Frequenz der Färberei erhöht werden. Dies bald leid, folgte ein knappes Jahr in blond.
Blonde Haare haben den Nachteil, wenn sie mittels Farbe blond wurden, strohig zu sein. Mein ohnehin schon trockenes Haar erreichte einen Grad von Trockenheit, der kaum zu beschreiben ist, also wurde ich wieder dunkel.

Naja, dunkel … reichten früher 8 oder manchmal 12 Wochen als Pause, waren es jetzt 4.
Maximal.

Meine Neugier war geweckt: was würde passieren, wenn ich meine Original-Haarfarbe trüge?
Würden mir freundliche junge Pfadfinder über die Straße helfen?
Bekäme ich im Restaurant ungefragt Seniorenteller?

Nun, nach langem Hin und Her habe ich nun die Gelegenheit es am eigenen Leibe zu erfahren: seit einer Woche sind die Haare raspelkurz. Anders ließen sich die Reste der zuletzt getragenen Farbe nicht entfernen.
Neue Photos sind gemacht.
Ich bin ein anderer Typ.

Und sehr gespannt, wann mich der Erste fragt, wie lange ich noch müsste bis zur Rente?

Wie ist es denn so?

Abgelegt unter: Auf See — Claudia Reimer @ 02. Mai 2010

Diese Frage wird einem unglaublich häufig gestellt, wenn man auf einem Schiff arbeitet.
Und es ist schwierig diese Frage vollständig zu beantworten, denn es gibt Vieles, das einem erstmal schlimm erscheint, das an Bord dann plötzlich keine Rolle mehr spielt und umgekehrt.
Alle, mit denen ich vor ihrem ersten Aufstieg sprach, bestätigten mir hinterher, daß etwas dazu kommt, was man nicht beschreiben, sondern nur erleben kann.

Dennoch, der Versuch einer Beschreibung:

Es ist, als lebte man in einer riesigen WG oder einem Haus, in dem 600 andere Menschen leben die zu 80% nicht-europäischer Abstammung sind. Anders als in einer WG, wo die Mitbewohner auch mal aushäusig sein können, trifft man, sobald man seine Kabine verlässt Menschen.
Und man grüßt.
Manchmal 1000 Mal am Tag, häufig 3 Mal hintereinander die selben Leute.

Auf jedem Schiff existiert eine Parallelwelt aus Gängen und Treppenhäusern neben dem Passagierbereich. Auf amerikanischen Kreuzfahrtschiffen, wo es der Crew absolut untersagt ist, sich im Passagierbereich aufzuhalten, existiert sogar eine ganze Crew-Welt mit eigenem Kino und verschiedenen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Auf den Schiffen, die ich bisher kennengelernt habe, ist es der Crew nicht verboten, den Passagierbereich aufzusuchen, aber der Aufenthalt ist geregelt. Was erstmal empörend klingt ("Ich werde mir doch nicht vorschreiben lassen, wo ich hingehen kann!"), regelt sich meist von selbs, sobald der Reiz des Verbotenen verpufft ist.

Das Wichtigste auf einem Schiff ist aber die Disziplin. Schiffe sind immer noch straff-militärisch organisierte Biotope. Wer sich jemals über "Titanic" hinaus mit Schiffskatastrophen beschäftigt hat, weiß wie unglaublich wichtig es ist, das jeder an Bord weiß, was er zu tun hat.
Ein kleiner Exkurs:
Das Unglück der Fähre "Estonia" wird den meisten noch in Erinnerung sein. Das Schiff bekam sehr schnell Schlagseite. Und zwar so extrem, daß man sich in den Treppenhäusern nur an den Handläufen hangelnd auf das nächsthöhere Deck begeben konnte. Die Crew hatte keine klaren Sicherheitsaufgaben, manche halfen noch den Passagieren bis sie sich selbst in Sicherheit brachten, andere nicht… es war mitten in der Nacht, fast alle hatten geschlafen und trugen Nachthemden, wegen der extremen Schlagseite konnte die Hälfte der Rettungsboote nicht ausgesetzt werden, Rettungsinseln kippten in der schweren See und die Menschen retteten sich auf die umgekippten Inseln, wo sie dann wegen zu leichter Bekleidung erfroren…
Das Schiff sank in knapp 1 1/2 Stunden.
Hat man solche Katastrophen vor Augen wünscht man sich 2 Dinge: zum Ersten, daß man soetwas nie, nie, nie am eigenen Leibe erleben möge und daß, wenn es passiert, jeder weiß, was er zu tun hat.
Dafür wird man gedrillt. Regelmäßig. Und das Wort "Drill" ist durchaus wörtlich zu verstehen. So nett vorgesetzte Offiziere untertags sein mögen,beim Drill wird kein Spaß verstanden.
Immerhin war ich bei einem morgens ausgelösten Alarm, der mich aus dem Tiefschlaf riss, schon in der Hose und klatschte mir zum Wachwerden kaltes Wasser ins Gesicht bis die Meldung kam, daß es sich um einen Fehlalarm handelte…

Gegessen wird zu festgelegten Zeiten was auf den Tisch kommt. Außerhalb der Essenszeiten bekommt man trockenes Brot, Kaffee, Tee, heißes Wasser. Eine Mikrowelle ist den ganzen Tag verfügbar.
Die Essensauswahl ist gut: mittags und abends stehen 2 warme "europäische" Gerichte zur Auswahl, eines vegetarisch, das ander für Fleischesser, außerdem gibt es phillipinisches und indisches Essen.
Dabei bedeutet vegetarisches Essen auch: Kartoffelpuffer mit Apfelmus oder Dampfnudeln mit Blaubeersauce. Ansonsten ist das vegetarische Essen sehr Nudellastig, da man aber alle Beilagen kombinieren kann, findet sich eigentlich immer etwas.
Einziger Nachteil: wie bei jeder Kantine, jedem Lieblingsrestaurant auch tritt nach einer Weile eine gewisse Geschmacks-Ermüdung ein. Wer ißt schon zwei Mal täglich über Monate in seinem Lieblingsrestaurant??? Gerichte, die einem anfangs gut schmecken, möchte man nach 3 Monaten an die Wand werfen (die Qualität des jeweiligen Kochs ist allerdings auch nicht von der Hand zu weisen).

Dringend benötigte Gegenstände des täglichen Gebrauchs, wie zum Beispiel Zahnbürsten, Waschpulver, Süßigkeiten und Chips bekommt man in der Crewbar, abends werden dort auch alkoholische und nicht-alkoholische Getränke sowie warme Würstchen serviert. In der Crewbar wird geraucht. Als Nichtraucher tut man gut daran, sich ein paar Extraklamotten für die Crewbar zuzulegen, denn der Kalterauchgeruch haftet in der Kleidung.

Und die Arbeit?
Als Schauspielerin (auch als SängerIn, TänzerIn oder AkrobatIn) hat man den unschätzbaren Vorteil, daß man abends arbeitet. Abends legt das Schiff meistens ab und macht sich auf den Weg zum nächsten Hafen. Da sich die Proben tagsüber in Grenzen halten, darf man etwas, was für alle anderen Abteilungen auf dem Schiff schwierig ist: rausgehen und die jeweilige Stadt, das Land erkunden!
Dafür wird man oft genug heimlich beneidet oder offen angefeindet.
Sprüche wie "So wie Du hier arbeitest, möchte ich mal Urlaub machen!" sind keine Seltenheit. Nachdem ich mich monatelang für meinen Beruf und meine Arbeitszeiten entschuldigt und erklärt habe, verweise ich mittlerweile auf die E-Mail-Adresse der Castingabteilung mit der Aufforderung sich doch dort zu bewerben.

Das Gute ist, daß die Zuschauer in Urlaubslaune sind und keinen extra Eintritt für das Theater bezahlen. Man hat also ein zu 99% gut gelauntes Publikum, wer nicht mag, was er sieht geht einfach, die meisten bleiben. Und die Rückmeldungen aus dem Publikum sind immer positiv.So schwimmt man auf einer Welle des Erfolges, die vieles von dem wett macht, das anstrengend ist.

erstaunlich aktuell

Abgelegt unter: Allgemein — Claudia Reimer @ 11. Dezember 2009

ist mal wieder der gute alte William S.:

… und ich habe noch nicht einmal einen Liebsten für den es sich zu leben lohnt… manchmal finde ich mich sehr, sehr tapfer ;-)

Quo vadis theatrum?

Abgelegt unter: Allgemein, Theater — Claudia Reimer @ 03. August 2009

Neulich fiel mir auf, wie oft und gerne ich früher ins Theater gegangen bin und wie oft ich berührt oder beglückt das Theater verließ. Besonders erinnerlich ist mir die Bogdanov - Inszenierung von "Unter dem Milchwald" am Hamburger Schauspielhaus, die ich mir sage und scheibe drei Mal ansah und immer wieder Vergnügen hatte: an der Spielfreude der Akteure, der wunderbaren Sprache von Dylan Thomas.

Oder "Liebe Jelena Sergejewna" im Malersaal des Schauspielhauses. Am Ende saß ich da und war so betroffen von der Geschichte, daß ich einen Moment lang nicht klatschen konnte oder wollte… wer möchte eine solche Geschichte beklatschen???
Am selben Ort entdeckte ich Werner Schwab, der damals noch lebte und eine Vorstellung von "Volksvernichtung, oder: meine Leber ist sinnlos" besoffen verschlief.

"Weihnachten bei Ivanovs" im TIK erweckte bei mir den noch nicht erloschenen Wunsch, einmal den Tannenbaum zu spielen und in "Molly Sweeny" vergoß ich Tränen…

Wo sind diese Momente hin?

Ich dachte erst, es läge an meinem Alter und der zunehmenden Berufserfahrung, daß Theater mich immer seltener erfreut, aber die Momente sind noch da nur sehr viel seltener geworden. Nach einer Umfrage im Kollegen- und Freundeskreis stellte ich fest, daß es eine unselige Tendenz im Theater zu geben scheint, keine Geschichten mehr erzählen zu wollen.

Gerade hier in der Großstadt gibt es immer mehr das Bestreben, den Theaterabend knapp und unspektakulär zu halten: bis zu 2 Stunden wird durchgespielt. Blos keine Pausen! Das ganze Drumherum, das so einen Theaterabend außerdem ausmacht, der "Event" einen Abend auszugehen, sich evtl. schick zu machen, in der Pause zu unterhalten (und nicht während des Stückes) … runtergebrochen auf die maximale Aufmerksamkeitsspanne eines Kinobesuchers. Kein Wunder, daß berührende Momente dabei verloren gehen: keine Zeit!

Man setzt auf "Altbewährtes" oder das, was man dafür hält, bringt erfolgreiche Filme auf die Bühne in der Hoffnung, daß das was als Film erfolgreich war auch als Theaterstück funktioniert. Früher beschwerten sich die Leute über die ständigen Wiederholungen im Fernsehen… jetzt schwimmt das Theater auf dieser Ermüdungswelle mit. Dazu kommt absolute Phantasielosigkeit in den Inszenierungen…

Bei all dem frage ich mich mit einigem Entsetzen: wo ist da mein Platz? Wo sind die Menschen, die Geschichten erzählen wollen? Wo sind die Schauspieler, die die Tiefen ihrer Figuren ausloten mögen? Wo finde ich die Art von Arbeit, für die ich diesen Beruf gelernt habe?

Nachtdreh

Abgelegt unter: Allgemein, Film, TV & Co — Claudia Reimer @ 22. Juni 2009

Normaler Weise gehe ich spät ins Bett. 2:00 ist normal für mich, wenn es später wird, ist das auch nicht schlimm. Ich hätte nie gedacht, daß in dem Moment, in dem ich auf der Dispo "Maskenzeit 19:45" lese müde werde und mir denke, daß 19:00 eigentlich eine tolle Zeit zum Schlafengehen ist.

Glücklicher Weise ist der Drehort 5 Minuten von meiner Wohnung entfernt. So sause ich um 19:30 mit meinem Fahrrad in Richtung Set.
Es beginnt gemütlich für uns. Wir sind nur drei Hauptdarstellerinnen, die in die Maske müssen, die Komparsen bleiben ungeschminkt, die Maskenbildnerin ist ein Schatz wir haben Zeit und sehen nach einiger Zeit total schön und ganz natürlich aus.
Dann beginnt die Warterei.
Glücklicher Weise ist es dort wo wir sitzen warm, für Getränke ist gesorgt und eine große Dose "Haribo" sorgt dafür, daß wir keinen Unterzucker bekommen. Gegen 23:00, geht es los.
Unsere Mägen knurren trotz Lakritz und Gummitierchen, aber ans Essen ist jetzt nicht zu denken, jetzt wird gedreht.

Wir kleben eingekeilt zwischen Scheinwerfern und Kamera an unserem Drehort fest, während 3 Stunden später "flying diner" angekündigt wird. Da wir verspätet angefangen haben, wird die Mittagspause ausgelassen und jeder, der Zeit hat, nimmt sich etwas zu essen. Wir haben keine Zeit und sehen immer wieder Leute mit Salat-oder Nudeltellern an uns vorüberziehen, hoffend, daß das Knurren unserer Mägen dem Tonmann nicht auffällt. 

Um 03:10 können wir uns das erste Mal wegbewegen. Meine Zunge klebt am Gaumen, obwohl ich keinen Text habe, mein Magen hat aufgegeben zu Knurren, er hat sich aufs Schmerzen verlegt.
Tatsächlich bekommen wir noch ein paar Nudeln warmgemacht und zusammen mit der plötzlichen Entspannung sorgt die Nahrungsaufnahme für einen totalen Müdigkeitsanfall. Um 06:00 müssen wir das Set verlassen, ich schaue auf eine Uhr und tröste Kollegin2 und mich damit, daß nur noch 2 Stunden durchzuhalten seien. Sie sieht mich an und sagt: "So lang, wie ein langer Kinofilm."
"Reality Check" sagt man auf englisch dazu.

Die folgenden 2 Stunden sind ein echter Kampf. Wieder vor der Kamera, können wir ein Gähnen in den Pausen nicht mehr unterdrücken, ich werde so abgelenkt von einem Komparsen, der gedankenverloren mit einem Schokoriegel knistert, daß ich nicht höre, wie ich Regieanweisungen erhalte, mein Körper hat auf Autopilot geschaltet, während ich ein und dieselbe Handlung gefühlte 300 Mal ausführe:
"Mach schön langsam, wir sind sehr nah!"
"Nee, das war zu langsam."
"Kannst Du etwas mehr zögern?"
"Das war zu stockend, etwas fließender bitte!"
In Wirklichkeit vergehen kaum 5 Minuten in denen ich mich auf die Stimme des Regisseurs zu konzentrieren versuche. Wie gut, daß nur mein Arm zu sehen ist, der kann nicht so müde aussehen, wie ich mich fühle, oder doch?

Schließlich ist es 06:00. aber wir müssen noch eine Stunde länger ausharren. Um 07:15 schwinge ich mich auf mein Rad, froh darüber nur einen kurzen Heimweg zu haben und auf Fahrradwegen fahren zu können. Verkehrstauglich bin ich in Wirklichkeit nämlich nicht.
Zum Glück besitze ich eine Schlafbrille, die mir gute Einschlafhilfe leistet, denn draußen ist schon hellichter Tag. Und während ich ins Traumland gleite frage ich mich, wann ich das letzte Mal eine Nacht durchgemacht habe und warum das nie so anstrengend ist, wenn man nicht dafür bezahlt wird?

Engagiert

Abgelegt unter: Allgemein — Claudia Reimer @ 29. Mai 2009

ging es zu beim Genossenschaftstag der GdBA.

"Genossenschaftstag" das klingt nach etwas, das wenig Spaß macht, staubtrocken ist und wo auf seltsam gewerkschaftlich kumpelige Weise miteinander umgegangen wird. War aber nur zum Teil so.

Vorweg sei gesagt: ich bin seit 16 Jahren Mitglied in der GdBA. Wir traten damals - noch auf der Schauspielschule - mit mehreren Kommilitonen in die GdBA ein. Bis der Rechtschutz, den man dort genießt, greift muß man nämlich ein halbes Jahr Mitglied sein und wir dachten uns, daß wir dann im ersten Engagement schon davon profitieren könnten, so es denn nötig sei.
Seit diesen Tagen, in denen man sich dort auch für die damals noch existierende "paritätische Prüfung" anmelden musste, habe ich die Räume in der Feldbrunnenstraße nicht wieder betreten. Und nach meinem ersten Engagement, in dem ich eine zeitlang "Obfrau" war, hatte ich auch keinen Anlass mehr, Kontakt mit der GdBA aufzunehmen. 

In all diesen Jahren fragte ich mich immer mal wieder, ob es tatsächlich noch sinnvoll ist, dort Mitglied zu sein? Hörte aber immerhin von 2 Kollegen, die die Hilfe der GdBA in mehreren Fällen erfolgreich in Anspruch genommen hatten. Und nach diesen 2 Tagen auf dem Genossenschaftstag sage ich mir: es lohnt sich nicht nur, dort Mitglied zu sein, es lohnt sich vor allem sich dort viel mehr einzubringen!

Ich kam quasi auf den letzten Drücker dazu:
Jeder Landesverband schickt seine Vertreter und es muß auch zwei Vertreter für die "Einzelmitglieder" geben, wie dort die Freiberufler heißen. Diese Einzelmitglieder wählten mich als Vertreterin an die dritte Stelle. Zu meinem Glück, fiel die Position 2 kurzfristig aus und ich rückte nach. Ich hatte einen halben Tag, mich mit dem Material zu beschäftigen, das insbesondere in einem dicken Packen Anträge bestand, die abgestimmt werden mussten.

Vor Ort, im Curio Haus in Hamburg, bekam ich eine Tasche mit weiteren dicken Packen: einer aktuellen Fassung des NV-Solo, der jetzt NV-Bühne heißt und ein kleines Heftchen mit der Satzung, ein Stimmkärtchen, eine Namensliste aller Anwesenden und dem obligatorischen Ansteck-Kärtchen mit meinem Namen und meiner Position. Auf der Namensliste entdeckte ich gleich mal zwei alte Bekannte, die ich dann auch in der Kaffeepause fand und mich während der nächsten Tage wirklich nett mit ihnen unterhielt.
Natürlich interessiert auch, wer da sonst noch so ist und so führte ich auch einige interessante Gespräche mit mir bis dato völlig unbekannten Kollegen aus anderen Sparten. 

Aber auch außerhalb der Pausen war es interessant ;-) Unter anderem stand "mein" ehemaliger Musikdirektor zur Wahl zum Präsidenten. So sieht man sich also tatsächlich immer zwei Mal im Leben. Und ganz nebenbei bekam ich einen Einblick, welche Probleme die Theater derzeit beschäftigen. Das erscheint zum Teil meilenweit von dem entfernt, was einen so als Freiberufler umtreibt. Ich glaube aber daß es einen Weg "aufeinander zu" geben wird und geben muß. Und daß gerade die "Freien" viel von dem profitieren können, was an den Theatern Gang und Gäbe ist.

Leider interessieren sich nur wenig "junge" Leute (also alles unter 40 Jahren) für die GdBA und/oder sind bereit ihre Erlebnisse und Erfahrungen einzubringen. Da nur diejenigen gehört und vertreten werden, die sich bemerkbar machen, sind das vorwiegend (aber zum Glück nicht ausschließlich!) die festengagierten Schauspieler/Tänzer/Sänger.
Dabei hat die GdBA mit über 130 Jahren einen enormen Erfahrungsschatz im Theaterbereich. Vertreter der GdBA sitzen in wichtigen Gremien, wie auch dem Kulturrat der unter anderem mit der Regierung über die Verkürzung der Anwartschaft für ALG I verhandelt hat!
Da befindet sich also ein ungeheuer mächtiges Instrument mitten unter uns und kaum jemand nutzt es!

Ich jedenfalls habe beschlossen, es zu nutzen und mich mehr zu engagieren!

Wen's ebenfalls interessiert:

Postanschrift:
Postfach 13 02 70
20102 Hamburg

Hausanschrift:
Feldbrunnenstraße 74
20148 Hamburg

Telefon +49 (40) 44 51 85 und 44 38 70,
Telefax +49 (40) 45 93 52.

Ziele

Abgelegt unter: Allgemein, Theater — Claudia Reimer @ 21. Mai 2009

Nachdem nun mehrere Monate lang meine Ziele fremdbestimmt waren ist es an der Zeit ein paar Ziele zu formulieren.

Vorsprechen:

Ich arbeite seit 17 Jahren als Schauspielerin. Ich glaube, daß ich Einiges kann und ich bin mir sicher, daß ich auch noch etwas lernen kann, ganz sicher bin ich mir jedoch, daß dies beides nicht mittels eines Vorsprechens zu ermitteln ist.

Ich kann mir keine berufsfremdere Situation, als die eines Vorsprechens vorstellen: auf einer gänzlich fremden Bühne, ohne Bühnenbild mit improvisiertem Kostüm, ohne Licht steht man da und versucht auch noch einen imaginären Partner an- oder mitzuspielen, während im Zuschauerraum eines 400 (600? 800??) Plätze Hauses 4 Leute sitzen.
Selbst auf Tournée, wo man mit einigen schrägen Situationen zu tun bekommt ist mir keine begegnet, die auch nur annähernd so schräg wäre wie dieser Moment.

Außerdem halte ich mir zu Gute, nicht nur mich und meine Arbeit anzubieten - ich wüsste auch gerne mit wem ich da zusammenarbeiten werde? Das kann ich nicht feststellen, wenn meine zukünftigen Arbeitgeber sich im Dunklen verstecken.
Ich habe gehört, daß man im englischsprachigen Raum etwas macht, daß sich "cold reading" nennt: man bekommt den Text der Rolle, für die man vorgesehen ist und liest/spielt sie unterstützt durch Regieanweisungen. Das nenne ich sinnvoll: mein Gegenüber kann sehen, ob ich in der Lage bin, Anweisungen umzusetzen und ich kann sehen, mit wem ich es da zu tun haben werde.
Bei Film und Fernsehen übrigens schon immer eine gängige Praxis :-)

Fazit: Ich gehe gerne zu jedem Arbeitstreffen, zu dem ich eingeladen werde.

Gagen:

Ich möchte nicht nur arbeiten, ich möchte für meine Arbeit auch angemessen entlohnt werden. Unser Mindestlohn liegt bei 1600,-€ brutto in den letzten Jahren habe ich gut 1000,- mehr verdient - netto. Irgendwo dazwischen sollten sich meine zukünftigen Gagen bewegen. Möglichst nicht am untersten Ende der Spanne und gerne am oberen.

Fazit: Bei einem Stück, das pro Monat an 6 Tagen in der Woche gespielt wird, sollte die Abendgage gerne bei 100,-€ oder mehr liegen.

Proben:

Während der Probenzeit möchte ich versichert sein.
Die Geschichte eines Kollegen, der sich während der unbezahlten Proben an einem (subventionierten) Theater den Knöchel verknackste und aufgefordert wurde, zu behaupten, das sei "auf der Straße" passiert ist ja mittlerweile bekannt. Das mag bei einem verknacksten Knöchel angehen, wie es dem Kollegen ergeht, der sich bei einer Probe einen Wirbel anbrach, weiß ich nicht und möchte es auch nicht am eigenen Leibe erleben.

Fazit: Proben müssen bezahlt sein. Ob man dies nun erreicht, indem man auf eine höhere Abendgage (Untergrenze siehe oben) zugunsten einer Probenpauschale verzichtet, oder sich einen anderen Kniff einfallen lässt, ist mir egal.

Respekt:

Auf meine Bewerbung zu einem scheinbar gut bezahlten Job bekam ich eine Antwortmail, die vor Schreibfehlern nur so strotzte, mir einen "Castingtermin" (was ist mit dem schönen deutschen Wort "Vorsprechen" passiert???) nannte und mich darauf hinwies, daß aus "organisatorischen Gründen" keine Reisekosten erstattet werden könnten. Mit keinem Satz wurde auf meine Bewerbung eingegangen.

In jeder meiner Bewerbungen versuche ich ein paar persönliche Sätze zu formulieren. Natürlich geht es im Endeffekt darum, daß da jemand Arbeit hat und ich die gerne hätte, dennoch kann man freundlich aufeinander zugehen.

Jeder Computer verfügt mittlerweile über eine Rechtschreibprüfung ich benutze sie, wenn ich wichtige "offizielle" E-Mails verschicke, denn wie las ich neulich: "Eine korrekte Rechtschreibung ist eine Visitenkarte, die sich jeder selbst ausstellt."

Und seit dieser Mail versuche ich mir vorzustellen, welche organisatorischen Gründe einen davon abhalten können, Reisekosten zu erstatten? Die Kasse steht ganz oben auf dem Regal, wir sind alle nur 1,60m groß und die Leiter steht im Nachbarhaus, wo sie von einer bissigen Bulldogge bewacht wird? 

Auch gerne genommen: nach dem Vorsprechen kritischer Blick mit meinem Lebenslauf in der Hand auf mich: "Wie groß sind Sie?"
Ich, freundlich lächelnd: " 1,75m. Steht direkt da oben."
Kritischer Blick zwischen mir und meinem Lebenslauf hin und her: "Sie wirken größer."
Ich, in Gedanken: "Ja, ich weiß, aber soetwas wie 'gefühlte Größe' gibt es nicht."
Nachdenklicher Blick: "Unsere Schauspieler sind alle so um die 1,80m. Sie könnten ein wenig groß sein."
Ich, in Gedanken: "Warum bin ich dann hier??"

Fazit: Ich lese die Stellenangebote genau und bewerbe mich nur da, wo ich den Eindruck habe, passend zu sein. Bitte, liebe Intendanten und Oberspielleiter: lest meine Bewerbung genau so sorgfältig, wie ich Eure Stellenanzeigen und entscheidet, ob ich tatsächlich passe. Der Austausch sollte immer respektvoll sein.

 

Pax

Abgelegt unter: Auf See — Claudia Reimer @ 12. Mai 2009

ist das lateinische Wort für Frieden.

Auf einem Schiff ist es die Kurzform für "Passagiere". Meistens wird es neutral gebraucht, oft aber auch abwertend. Mit seinem lateinischen Bruder hat der PAX nämlich selten etwas gemein.
Standardfragen sind:

"Schläft die Crew auch an Bord ?" und
"Sind die Eier frisch gelegt ?"

Als erstere Frage mit einem ironischen: "Nein, die Besatzung wird jeden morgen mit dem Hubschrauber eingeflogen." beantwortet wurde, soll sich angeblich prompt jemand an der Rezeption über den Hubschrauberlärm jeden morgen beschwert haben.
Zu Frage zwei wird immer gesagt, wir hätten eine Hühnerfarm in der Bilsch, wahrscheinlich neben dem Kuhstall, wo die frische Milch herkommt.

Die Rezeption muß sich herumschlagen mit Bitten wie: 

"Ich hätte gerne ein Bett in Fahrtrichtung!" diese stammt häufig von Passagieren mit Innenkabine.
Außerdem laufen dort die Beschwerden auf, weil der Mond plötzlich weg sei.

Aus  der Galerie kommen folgende Sätze:

"Was? Das Poster kostet 20€!!!!! Da mach ich doch lieber ein Photo und vergrößere das dann!“ oder
„Hier steht doch gar nicht, dass man die Bilder nicht anfassen darf!?“ oder
„Die Originale von Lindenberg sind aber nicht echt, oder?“ 

Ein Klassiker ist: „Haben Sie die Bilder alle selber gemalt?" und ungeschlagen auf Platz eins:

„Von wem sind eigentlich die JanoschBilder???“ 

Das sind die heiteren Seiten. Schwieriger sind dann Kandidaten, wie derjenige, der in der Bar hinter uns saß, stark alkoholisiert war und in tiefstem schwäbisch ein Telephonat begann. Nicht sein Dialekt war störend, sondern vor allem seine Lautstärke (da fällt mir ein alter Witz aus einem Büro ein. Der Chef geht den Flur entlang, aus einem Zimmer schallt die laute Stimme eines Mitarbeiters. Der Chef fragt: "Was macht denn der Schultze da?", seine Sekretärin antwortet: "Er spricht mit Düsseldorf!" "Und warum benutzt er nicht das Telephon?").
Wir leidens, wir sind hier nur die Gastgeber, aber ein anderer Passagier beschwert sich: dies sei keine Telephonzelle! Der Schwabe ignoriert den Einwurf, wahrscheinlich hört er ihn auch gar nicht.
Schließlich macht ihn der Barkeeper darauf aufmerksam, daß die anderen Gäste sich gestört fühlen.
Der Schwabe sieht auf und sagt:
"Was willst Du denn? Ich kann hier machen, was ich will, ich habe das alles bezahlt! Weißt Du, wer Dein Gehalt bezahlt? Ich! Und wenn Du nicht still bist, geh ich zum Kapitän und beschwer mich über Dich."

Einziger Trost in dieser Situation: er würde die Brücke nicht finden und den Kapitän nicht erkennen, selbst wenn er direkt vor ihm stünde … immerhin sitzt der erste Offizier mit uns zusammen, der auch schon aufmerksam guckt, ob die Situation weiter eskalieren will?
Nein, das Telephonat wird nach zwei Sätzen beendet. Ich hoffe inständig, daß die Verbindung über "Maritim Wireles" zustande kam. Da kostet die Minute ca 25,-€ und Herr Großkotz hat sich sein Gequatsche dann mindestens 250,-€ kosten lassen :-)

Abends beschließen wir, den "Pax der Woche" zu wählen, der dann den "Goldenen Löffel des Scheiße Laberns" verliehen bekommt. Pax ist, wenn man trotzdem lacht.

Seefahrerromantik

Abgelegt unter: Auf See — Claudia Reimer @ 25. April 2009

Mit Seefahrt hat unser Dampfer sehr wenig zu tun. wenn ich es nicht eh schon wusste, es ist mir klar, seit wir an Bord der "Danmark" waren.

Die "Danmark" ist ein Segel - Schulschiff der dänischen Handelsmarine. 1933 gebaut. Sie wird gerade von drei Leuten im Hafen von Gran Canaria überholt und geht im Juni mit 80 Kadetten auf große Fahrt nach Amerika.
Jede Woche liegen also unser großer und ihr kleiner Kahn am selben Pier und es entstand ein netter Kontakt, der es immer wieder möglich macht, daß wir in kleinen Gruppen gucken dürfen, was "richtige" Seefahrt ist. Im Gegenzug dazu kommen Kat, die einzige Frau an Bord, Anas der Ältere und Anas der Jüngere zu uns zum Essen. Anas der Jüngere, der ohne Weiteres als Prototyp des nordischen Mannes durchgeht, hat eine Leidenschaft für Eiscreme und genießt es, bei uns bedingungslos zuschlagen zu können.

Der größte Unterschied - abgesehen davon, daß die "Danmark" ein Segelschiff ist und unser Schiff nicht - hier ist alles aus Holz: Boden, Wände, alles. Deswegen sind auch die Instandsetzungsarbeiten nötig und deswegen macht man sie auch auf den Kanaren, da hier das Wetter beständiger ist, als in Europa.

Als wir an Bord kamen, begrüßte uns der Duft von Gegrilltem: Fleisch und Würstchen brutzelten schon eifrig vor sich hin und auf dem Deck war ein Tisch für 8 Personen gedeckt… wir waren zu einem spontanen Essen eingeladen!
Zunächst aber das Schiff: ein richtiges, echtes Segelschiff mit Holzplanken, Takelage und einem mannsgroßen Steuerrad (nicht wie bei uns Konsolen und Hebel).
Alle alten Seefahrergeschichten, die ich als Kind las, wurden wieder lebendig.
Die Romantik hat schnell ein Ende, wenn man sich die Kabinen ansieht: habe ich mich jemals darüber beklagt, in meiner Kabine zu wenig Platz zu haben?

Die Offizierskabinen der "Danmark" sind tatsächlich etwas größer als unsere, allerdings mit wesentlich weniger Stauraum. 3 Schubladen unter dem Bett müssen reichen.
Die angehenden Kadetten dagegen schlafen zu 40. in einem Raum! Unter der Decke stehen die Manningnummern und dort hakt dann der zukünftige Kadett seine Hängematte ein. Tagsüber verstaut er seine Hängematte in der Sitzbank desselben Raumes, denn dort finden auch alle Schulungen statt und herumhängende Hängematten würden den Blick auf die Leinwand versperren.
Für sein restliches Hab und Gut bleibt ihm ein ca. 20cm breiter Spind.
Ich schreibe hier "er". Selbstverständlich gibt es auch angehende weibliche Kadetten.
Stelle ich mir vor, daß alle Hängematten in Position sind, dürfte man einen Abstand von maximal 10 cm zu seinem Nachbarn oder seiner Nachbarin haben.
Insgesamt bekam ich auf dem Schiff plötzlich wieder einen Eindruck davon, was Seefahrt wirklich bedeuten kann. Unser "Musikdampfer" (O-Ton Kapitän) hat mit der christlichen Seefahrt ungefähr so viel gemeinsam, wie mit spanischem Stierkampf…
Neben den 2 sehr zweckmäßigen Schlaf-Lehr-Messe-Räumen und einer kleinen Offiziersmesse, die aussieht, wie die große Küche einer 6 köpfigen WG, den Offizierskabinen, Kombüsen und Waschräumen gibt es noch das "Mahagoni - Zimmer".
Ein Raum, wie man ihn sich auf einem alten (Segel)schiff als Kapitäns-Refugium vorstellt: mahagonivertäfelte Wände und Decke, gepolsterte Stühle, gedämpftes Licht und bitte! das Holz nicht anfassen, weil man jeden Fingerabdruck darauf sieht…

Beim Essen erzählte Anas, der Ältere hier lerne man, Konflikte auszutragen und zu bewältigen. Das glaube ich gerne!
Wir fanden aber auch einige Gemeinsamkeiten heraus. Zum Beispiel das leidige Thema "Wäsche". Während bei uns die Waschküchen ja streng nach Crew und Offizieren getrennt sind, gibt es an Bord der "Danmark" genau eine Waschmaschine und einen Trockner. Kadetten und solche, die es werden wollen, waschen von 6:00 bis 12:00 alle Anderen, danach. Und die üblichen Probleme, die entstehen, wenn sich mehrere Leute eine Waschmaschine teilen gibt es eben hüben wie drüben.

Unser Kapitän schnürte auf einen Schaschlik-Spieß und 2 kleine Steaks vorbei und trug ein paar Geschichten aus seiner Zeit in Cannes bei.

Abends kamen Anas, Anas und Katrin auf Gegenbesuch und wir zeigten ihnen unsere Kabinen (Luxus! für sie), aßen mit ihnen in der Crewmesse (Linsensuppe mit Würstchen) und nahmen ein Bier in der Crewbar.

Als wir abends ausliefen, standen die drei in den Wanten und winkten uns zu… es war ein Tag unter Freunden, die ich vielleicht nie wieder sehen werde.

Zuschauer!

Abgelegt unter: Allgemein, Auf See — Claudia Reimer @ 08. April 2009

Ein Zuschauer zu unserem Moderator:

"Na, Ihre Schauspielerin war früher auch mal russische Leistungsturnerin, oder?"

Antwort unseres Moderators:

"Nein, eigentlich ist sie ein Mann, aber sie wartet noch auf die letzte OP!"

Ich selbst hätte nicht schlagfertiger und besser antworten können, frage mich aber doch, was manche Menschen sich eigentlich so herausnehmen!?

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